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(Best) Practice Konferenz – Draußen in der Stadt

– Freiraum aneignen und gestalten –

 

Wann?

am Freitag und Samstag, den 22./23. September 2017

Wo?

auf dem stillgelegten S-Bahnhof Olympiastadion in München

 

Am 22./ 23. September 2017 veranstaltet PA/SPIELkultur e.V. im Rahmen des Projekts „Treffpunkt MOLy – Ein Aktionsbahnhof für alle“ eine (Best) Practice Konferenz. Referenten aus den Bereichen Kultur, Kulturpädagogik und Städtebau gestalten den Auftakt mit Vorträgen zu den Themenfeldern Architektur und Stadtplanung, Stadtraumnutzung, Street Art und Freiraumeroberung. Vielfältige Interessensgruppen haben an diesen zwei Tagen die Möglichkeit zu Austausch – Diskussion – Begegnung im Rahmen einer Fachtagung und in zahlreichen Workshops.
Offene Freiräume, Spielräume, Aktionsräume draußen in der Stadt: Das ist für Kinder, Jugendliche und Familien ein immer wieder neues und zunehmend attraktiv-aktuelles Thema. Es geht dabei auch um die aktiven Wechselwirkungen zwischen Schule und Lebensumwelt: draußen in der Stadt, in der je eigenen Lebenswelt. Wo lassen sich noch eigene Plätze erobern, wo finden neue Spiel- und (Sub-)Kulturen Raum?

Auch viele andere Stadtraumbewohner wollen gestalten! Sich über Generationen hinweg in gemeinsamen Aktionen zu begegnen, in Nachbarschaftsprojekten öffentliche Räume neu zu beleben, steht prinzipiell jedem offen. Trotz zahlreicher engagierter Initiativen bleiben dennoch oft viele Hürden zu überwinden und Nutzerkonflikte zu entschärfen. Gehört die Stadt noch ihren Bürgern? Wie gelingt es, partizipative Stadtraumgestaltung möglich zu machen, generationsübergreifend, inklusiv und offen – für alle Bewohner einer Stadt?

Damit wollen wir uns bei der Praxistagung im Olympischen Dorf München beschäftigen – mit Vorträgen und Impulsworkshops zur eigenen Projektgestaltung, parallel zu einem aktiven und partizipativen Kinder- und Familienprogramm vor Ort: Chancen einer umfassenden Mitspracheerfahrung und einer ganzheitlichen Stadtentwicklung für eine lebenswerte, bunte und aktiv gestaltbare Umwelt.

Veranstalter, gemeinsam mit vielen anderen Münchner Kooperationspartnern, ist PA/SPIELkultur e.V. im Auftrag des Stadtjugendamts/ Jugendkulturwerk der Landeshauptstadt München.

 

Programm am Freitag, den 22.09.2017:

13:30 Uhr       Beginn mit Ankommen und einem kleinen Imbiss im Olydorf

14:30 Uhr       Verschiedene Vorträge mit der Möglichkeit zur Diskussion

Referenten*innen:

  • Laura Bruns von stadtstattstrand, Mitautorin der FreiRaumFibel, Thema ‚Vom Stadtmachen und Freiräumen‘
  • Astrid Weindl von der Färberei, Thema ‚Street Art im öffentlichen Raum‘
  • Felix Lüdicke (TUM, am Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur und öffentlichen Raum / raumzeug) und Susann Ahn (ETH Zürich, am Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur / Mediatorin), Thema ‚Fragestellungen der aktuellen Landschaftsarchitektur und der Entwicklung von öffentlichen Räumen‘ vortragen.

18.00 Uhr        Spaziergang zu den Spielräumen angeboten, die 1971/ 1972 von den Begründern der Pädagogischen Aktion e.V. im Olympiagelände mit geplant wurden und heute noch in veränderter Form genutzt werden.

19.30 Uhr        Abendessen mit gemütlichem Ausklang am Lagerfeuer auf dem stillgelegten S-Bahnhof Olympiastadion

 

Programm am Samstag, den 23.09.2017:

09:00 Uhr        Begrüßung und Impulsvortrag durch Herrn Rainer Warzecha

10:00 Uhr        Verschiedene Workshops zu den Themen Graffiti,  Skaten, Lehm, Kunstbau und einer Ideentankstelle

Workshopleiter am Samstag:

  • Rainer Warzecha, Thema Lehm
  • Anil Akal, Thema Graffiti, Schriftentwicklung anhand eines Buchstaben
  • Richard Bieger, Spiellandschaft Stadt e.V., Thema Steigerung des Selbstwertgefühls durch Skateboardfahren
  • Piotr Posluszny und Adrian Till, Thema Raumgestaltung und -entwicklung

13:00 Uhr        Gemeinsames Mittagessen

14.00 Uhr        World Café zum Thema ‚Stadtraum partizipativ gestalten‘

Tischmoderatoren werden noch bekannt gegeben.

17.00 Uhr        Ende der Veranstaltung mit einem gemeinsamen Ausklang

 

Tagungsbeitrag: 45,00 €

Anmeldungen bitte bis 01.09.2017 unter http://www.spielkultur.de/anmeldung-tagung-moly/

Wir hoffen, dass wir Ihr Interesse geweckt haben und freuen uns auf Ihre Anmeldung!
Das Team von PA/SPIELkultur e.V.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Birgit Steinhauer: birgit.steinhauer@spielkultur.de oder Tel.: 089 383 383 10

PA/ SPIELkultur e.V., Leopoldstr. 61, 80802 München
www.spielkultur.de, info@spielkultur.de

(Best) Practice Konferenz – Informationen zu den einzelnen Referenten*innen und Workshopleiter*innen

 

Laura Bruns – Referentin – Thema:

Vom Stadtmachen und Freiräumen

Eine Einführung in die Freiraum-Fibel

Immer mehr Stadtbewohner gestalten ihre Stadt selbst. Sie bauen eigene Stadtmöbel und Skateparks oder legen urbane Gärten an. Doch was braucht man, um ein Straßenfest zu veranstalten? Wie lässt sich eine Brachfläche zum Abenteuerspielplatz umnutzen? Das interdisziplinäre >Team stadtstattstrand< untersuchte im Auftrag des Bundesinstitut für Bau-, Stadtund Raumforschung (BBSR) im Rahmen der Projektstudie „Kreative Nutzung von Freiräumen in der Stadt“, wie die Aneignung von Freiräumen durch unterschiedliche Nutzergruppen gefördert werden kann. Als zentrales Ergebnis dieser Forschung wurde die Freiraum-Fibel entwickelt, die über die rechtlichen Rahmenbedingungen beim Stadtmachen aufklärt. Sie soll all jenen eine Starthilfe sein, die sich aktiv in die Gestaltung ihrer Stadt einbringen wollen und Lust haben, ihren ganz eigenen Freiraum zu schaffen. Laura Bruns von stadtstattstrand wird in die Freiraum-Fibel einführen, und uns am Beispiel des Oberwiesenfeldes zeigen welche Schritte relevant sind um einen neuen Freiraum zu eröffnen. Eigene Projekte oder Projektideen können mitgebracht und gemeinsam diskutiert werden.

www.stadtstattstrand.de

 

Felix Lüdicke (TUM, am Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur und öffentlichen Raum / raumzeug)

Susann Ahn (ETH Zürich, am Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur / Mediatorin)

Felix Lüdicke ist Landschaftsarchitekt und Künstler. Er studierte Landschaftsarchitektur an der TU München. In der Gruppe „raumzeug“ entwickelt er künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum, die das Sichtbarmachen und Hinterfragen von Gestalt und Nutzung zum Ziel haben. Seit 2010 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur und öffentlichen Raum an der Technischen Universität München. Sein Fokus liegt an der Schnittstelle zwischen Partizipation und Intervention in Diskussions- und Planungsprozessen. 2015 war er Stipendiat der Akademie der Künste Berlin.

Susann Ahn ist Landschaftsarchitektin und Mediatorin. Nach ihrem Studium an der TU München war sie über mehrere Jahre als Projektleiterin bei internationalen Bauvorhaben sowie bei Ausstellungsprojekten tätig, bevor sie sich 2014 als Landschaftsarchitektin und Mediatorin für Konflikte im öffentlichen Raum selbstständig machte. Seit 2013 unterrichtet und forscht sie am Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur von Prof. Christophe Girot an der ETH Zürich, und leitete dort das Theorie Lab. In ihrer Forschung untersucht sie den Einfluss kulturell-tradierter Deutungsmuster in zeitgenössischen Landschaftsarchitekturprojekten in Südkorea.

 

Rainer Warzecha – Workshopleiter zum Thema ‚Lehm‘ sowie Referent des Impulsvortrages


Seit 25 Jahren  arbeitet Rainer Warzecha mit europaweitem Aktionsradius und einigen festen Partnern (wie der Grün Berlin GmbH, dem Berliner Beratungsprojekt „Grün macht Schule) an der Vermittlung grundlegender Kenntnisse im Umgang mit dem Baustoff Lehm.

Vor allem auf dem Hintergrund der Zusammenarbeit mit Schulen, Vereinen und öffentlichen Parks wurden die Projekte Rainer Warzechas in Verbindung mit dem Buchtitel “Bauen und Spielen mit Lehm” (1997) als pädagogisch-künstlerischer Ansatz auch in der internationalen Lehmbauszene wahrgenommen.

Durch zahlreiche Vorträge, Publikationen und vor allem durch den konsequenten Ansatz Teilnehmer in großer Zahl in Projekte einzubinden sind Kinder und Jugendliche durch  die Projekte Rainer Warzechas mit dem Baustoff Lehm in Berührung gekommen.

Diese Basisarbeit hat nicht nur ein breites Publikum für ein ökologisch begründetes Bauen interessiert, sondern auch viele weitere Folgeprojekte und Initiativen im ganzen Land angestoßen, die sich inzwischen mit Ausdauer und Beharrlichkeit dem Baustoff Lehm als ‘Medium’ einer erfolgreichen Kinder- und Jugendarbeit widmen.

Das Lehmdorf in Berlin’s Britzer Garten besteht als Prototyp und Testfeld für einen modernen Lehm(bau)spielplatz seit mittlerweile fast 20 Jahren.

Rainer Warzecha operiert als freier Grafiker, Fotograf und bildender Künstler

www: interglotz.de

 

Richard Bieger – Pädagoge bei der Spiellandschaft Stadt e.V.

Workshopleiter zum Thema ‚Steigerung des Selbstwertgefühls durch Skateboardfahren‘ 

Ziel des Workshops ist es zu vermitteln, wie durch Skateboardfahren das Selbstwertgefühl von Kindern und Jugendlichen gestärkt sowie eine Förderung ihrer koordinativen- und kognitiven Fähigkeiten erreicht werden kann. Darüber hinaus wird aufgezeigt, wie gut das Skateboardfahren für inklusives und integratives Arbeiten eingesetzt werden kann: um Spaß und Freude am Skateboardfahren zu entdecken und anzuregen, braucht es kaum gemeinsame sprachliche Kenntnisse, das Material Skateboard an sich lädt ohne Erklärung und über sprachliche und kulturelle Barrieren hinweg zum Ausprobieren ein. Ein Skateboard hat einen hohen Aufforderungscharakter und übt einen großen Reiz auf Kinder und Jugendliche aus. Durch die enorme Variationsvielfalt fordert es Kinder und Jugendliche heraus: um für sich Fortschritte erleben zu können, müssen sie mit einen sehr hohen Ausmaß an Konzentration an das Gerät heran treten. Gerade hier lassen sich auch große Erfolge im Bereich für Kinder und Jugendliche mit ADHS erzielen.

Methodisch wird im Workshop nach dem Trail and Error Prinzip nach Herbert Spencer Jennings sowie mit dem Modelllernen nach Albert Bandura gearbeitet.

Angebot ist für folgende Arbeitsfelder geeignet:

Schule, außerschulische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Erwachsenenbildung, mobile Spielarbeit, offene Kinder- und Jugendarbeit, Arbeit mit Flüchtlinge, für Kinder und Jugendliche mit ADHS.

 

Anil Akal – Workshopleiter zum Thema Graffiti
Anil Akal versteht sich als Graffitisprüher.
In seinem Workshop wird er zu Beginn auf die geschichtliche Entwicklung von Graffiti eingehen. Im folgenden praktischen Teil des Workshops wird dann gemeinsam mit den Teilnehmer*innen am Aufbau eines Buchstaben gearbeitet, der anschließend farblich gestaltet und aufgesprüht wird.

 

Adrian Till – Graffitikünstler und Workshopleiter zum Thema Raumgestaltung und -entwicklung

(Outer Circle e.V. | www.outercircle.de)

Piotr Posluszny – Kulturpädagoge bei PA/SPIELkultur e.V. und Workshopleiter zum Thema Raumgestaltung und -entwicklung

Gleicher Ort – neue Bedeutung

Im Workshop von Adrian und Piotr wird ein im Alltag klar definierter Begriff (Tankstelle) von den Teilnehmern mit völlig neuen Inhalten befüllt. Die Mitspieler entscheiden selbstständig und gemeinschaftlich, was hier getankt wird: es können Botschaften, Ideen oder Impressionen werden, Hauptsache anders und kreativ ungewöhnlich.

Im Begriff „Ideen-Tankstelle“ entwickeln wir zusammen einen Entwurf, der im Laufe des Workshops mit den zur Verfügung stehenden Materialien aufgebaut und mit Hilfe von Farben und Formen zum Leben erweckt wird.
Im Zusammenhang mit der kreativen Arbeit werden den Teilnehmern auch weitere Grundelemente des Graffiti – eine Formsprache auf Basis von Typographie, sowie auch Calligraphie – vermittelt.

Angewendet wird die Technik im erfahrbaren Raum, der durch die Verbindung von Konstruktion und Bemalung seine Besonderheiten zum Vorschein bringt.

  • Planen und Gedankenaustausch
  • Konstruktion
  • Gestaltung mit Deko Elementen und Farbe
  • Farbenlehre: wie entsteht z.B. Orange etc.
  • Grundlagen in Graffiti: was ist möglich, wie kann ich es umsetzen
Weitere Informationen zu den noch nicht genannten Referent*innen und Workshopleitern folgen in Kürze…

Tagungsanmeldung

Anmeldung für die Tagung (Best) Practice Konferenz "Draußen in der Stadt"

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Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

Wir unterstützen Sie gerne bei der Suche eine Übernachtungsmöglichkeit. Bei Bedarf bitte ankreuzen.
Ich würde mich über Unterstützung bei der Quartiersuche freuen!

Teilnahmegebühr für zwei Tage:
45€ (inklusive Vorträge, Workshops und Verpflegung)

Wir bitten um Überweisung der Teilnahmegebühr auf folgendes Konto:
PA/SPIELkultur e.V.
IBAN: DE11701500000100136563
BIC: SSKMDEMMXXX
Verwendungszweck „Name“ + Tagung MOly 2017

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